Donnerstag, 6. Dezember 2018

Rezension "In Ewigkeit" von Ian Cushing


Vor längerer Zeit entdeckte ich mehr oder weniger zufällig die Facebook-Seite des Berliner Autors Ian Cushing, damals hatte er gerade sein Debütwerk "Fünf Minuten" veröffentlicht. Einige Monate später sandte mir der Autor sein mittlerweile neuestes Werk namens "In Ewigkeit" zu. Dieses enthält zusätzlich das Debüt, hier allerdings unter dem Namen "In Ewigkeit -Zweiter Teil". Ihr ahnt es also schon - die beiden Werke bauen aufeinander auf. Teil II ist der Nummerierung nach logischerwise im hinteren Teil des Buches platziert, so dass man im Sinne des Aufbaus von hinten nach vorne lesen sollte. Die schlichte, aber dennoch (oder gerade deswegen) äußerst gelungene Coverillustration stammt übrigens von Karmazid, dem oder der einen oder anderen eventuell bekannt von Arbeiten für  Bands wie Urfaust oder Demonical. Auch ansonsten tauchen im Verlauf der Handlung immer wieder Querverweise und Reminiszenzen an Bands aus dem extremeren Bereich auf, dazu aber später noch mehr.


Grundsätzlich geht es in beiden Veröffentlichungen um innere Erlebnisse, Metaphysik, die ganz großen Dinge im Leben und um das vielleicht letzte verbliebene Mysterium dieser Welt, den Tod.

In Teil II schildert der Protagonist in Form von Tagebucheinträgen seinen verzweifelten Gemütszustand, in welchen er aufgrund persönlicher Lebensumstände geraten ist. Dabei blickt er auch immer wieder episodisch in seine Kindheit zurück und fragt sich, warum er derjenige ist, der er heutzutage als Erwachsener ist. Dabei setzt er sich philosophisch mit den großen Fragen des Lebens auseinander - gibt es so etwas wie Bestimmung, kann man dieser entgehen oder sich der eigenen Natur widersetzen ? Inwiefern hat man in bestimmten Situationen die so häufig zitierte Wahlfreiheit ? Und natürlich stellt er sich die ganz große Sinnfrage: wer bin ich, wofür bin ich überhaupt auf dieser Welt, hat das Ganze eine übergeordneten Sinn ? Der Protagonist sieht sich als Existentialisten und ist natürlich nah an Camus und Sartre, als gut ergänzenden Gegenpol definiert er für sich die Werk und die Botschaft von Hesse. Dabei wird er bis zu einem gewissen (Wende-)Punkt immer mehr zum Nihilisten und Misanthropen, so ekeln ihn in seinem Beruf als Sachbearbeiter die meisten Kunden irgendwann nur noch an. Sinn macht er vor allem auch daran fest, ob irgendetwas von ihm nach seinem Ableben in dieser Welt verbleiben wird. Er stellt fest, dass "wenn man nicht gerade Goethe, Hesse oder Metallica heißt und der Geschichte somit etwas hinterläßt, sind Milliarden Leben einfach sinnlos." Noch kürzer und prägnanter bringt er es auf den Punkt mit dem bekannten Slogan der Eidgenossen von Hellhammer: "Only death is real".

Die polnische Band Mgla hat diesen Nihilismus übrigens äußerst poetisch im Text zu "Exercises in futility VI" beschrieben:

"As if all this was someting more
Than another footnote on a postcard from nowhere
Another chapter in the handbook for exercises in futility."

Im Verlauf der Geschichte spürt man, wie die Hauptperson sich immer mehr aus ihrer Passivität und Lethargie löst, unter welcher sie dann doch oft gelitten hat, wie sie retrospektiv feststellt. Auch erkennt der Tagebuchschreiber, dass die von ihm erkannte Sinnlosigkeit des Lebens letzlich dann doch eine befreiende Wirkung auf ihn hat und somit paradoxerweise seinem Leben vielleicht doch einen Sinn zu geben vermag; da es keinen übergeordneten Sinn gibt, will er nur noch die Dinge tun, die er wirklich seinentwegen tun möchte. Der Protagonist wird aktiver und nimmt die Dinge selbst in die Hand, was für ihn einen Akt der Selbstbefreiung darstellt. Im Verlauf dieses Prozesses kommt es auch zu-von gängigen moralischen Werten und Normen aus betrachtet-zu eher unschönen Taten, die ich hier aber nicht vorwegnehmen möchte. Am Ende des ersten Werkes stellt der überreflektierte Erzähler für sich selbst die Regel auf, dass er nun jede wichtige (Lebens-) Entscheidung in fünf Minuten entscheiden wird, anstatt sich wie vorher in selbstzerstörerischer Art den Kopf zu zermartern und dadurch letztlich in Entscheidungsunfähigkeit zu verharren- daher wohl auch der ursprüngliche Titel des Debüts.

Im zweiten Teil beschreibt er, nachdem er seinen Job gekündigt hat und nun vagabundierend mit einem Wohnmobil durch die Lande reist, einen folgenschweren Autounfall, bei dem es zwei Tote gibt und der als Auslöser eine Ereigniskette in Gang setzt, in deren weiteren Verlauf es zu einigen unerklärlichen Ereignisse kommt. Diese führen zwangsläufig wieder zur Auseinandersetzung mit der Frage, ob es etwas nach dem Tod gibt und falls ja, ob es sich infolgedessen lohnt, sein Leben auf bestimmte Weise zu leben und zu gestalten. In diesem Teil wird auch immer wieder auf das Tagebuch aus dem ersten Teil verwiesen. Dabei stellt der Autor den einzelnen Kapiteln passende und stimmungsvolle Textfragmente aus Songs von so verschiedenen Bands und Künstlern wie Black Sabbath, Anthrax, Warning, Seher (eine coole Berliner Black Metal-Kapelle),Tiamat, Griftegard, Reverend Bizzare, The Doors oder Bob Dylan voran.  

Fazit: ein (bzw. zwei) äußerst gelungenes Werk, dass zwar nicht gerade für gute Stimmung sorgen dürfte, den Leser aber doch dazu anhalten wird, sein eigenes Leben auf bestimmte Punkte hin abzuklopfen. Gerade die Schilderungen in Tagebuchform fand ich sehr stark im Ausdruck, wenngleich hier an sich nicht wirklich viel passiert. Im weiteren Verlauf nimmt die Handlung dann auch an Fahrt auf, so dass es nicht bei reiner Introspektion bleibt. Klare Empfehlung !

Dienstag, 13. November 2018

Review Bloody Invasion "Zombie Society"

If you are searching for a yet undetected death metal band, then maybe you should check out Bloody Invasion from Brandenburg, Germany. The band exists since 2012 and
these days they released their first full-length album called "Zombie Society".

 

You can hear influences from bands such as Master,(early) Vader, Sinister,(early) Gorefest, Benediction, Bolt Thrower, Obituary or Massacre-I think you got an first impression and the previously mentioned names are not the worst references when it comes to death metal. The fifth track called "Metropolis" starts and ends with real beautiful melancholic acoustic guitars, I think the band should use these elements  more, the talent can't be denied. To sum it up, the band uses the slogan "death metal-no compromise", and this description fits perfectly, you won't find foreign or non-traditional elements while listening to "Zombie Society".


Samstag, 13. Oktober 2018

Interview Reckless Manslaughter 

Hier nun ein weiteres, schon vor Jahren geführtes und in einer anderen Publikation veröffentlichtes Interview mit Leimy, dem Sänger von Reckless Manslaughter. Demnächst, am 01.12.2018 feiert die Band auch ihr zehnjähriges Jubiläum im AJZ Wermelskirchen, zusammen mit Obscenity, Suffocate Bastard und Scalpture. Vielleicht ja für den ein oder anderen ein Grund, mal wieder in das beschauliche Wermelskirchen zu fahren.


Hallo Leimy, erzähle doch erst mal das Übliche, um den Lesern die Band näher zu bringen, sprich wo kommt Ihr her, wann habt ihr Euch gegründet und habt Ihr vorher noch in anderen Bands gespielt ?

Mahlzeit! Wir haben uns Ende 2008 gegründet als Drummer Micha und ich nach einem Konzert mal darüber geredet haben, dass wir doch beide mal Bock hätten 'ne Death Metal-Band zu gründen. Und so fragten wir in unserem Freundeskreis nach, wer noch Bock hätte und so kam es dann, dass wir noch unsere guten Freunde Sebi und Chris hinzuholten und los ging's mit den ersten Proben im Keller von Michas Oma. Nachdem wir endlich einen richtigen Proberaum gefunden hatten, haben wir erst einmal langsam begonnen uns aufeinander einzuspielen und einen eigenen Stil zu finden. Das hat
natürlich seine Zeit gedauert, vor allem weil wir alle Full-time-Jobs haben und die anderen auch alle familiär ziemlich eng eingespannt sind. Aber irgendwie hat dennoch alles geklappt und seit August 2010 bestreiten wir regelmäßig Konzerte und haben dann im Dezember 2010 unser Debüt-Album aufgenommen, was wir ja dann bekanntlich von Dan Swanö haben mixen und mastern lassen.
Wir kommen alle aus dem Ruhrgebiet wobei Chris, Sebi und ich in kleinen Käffern aus dem südöstlichen Ruhrgebiet kommen und Micha aus dem westlichen Pott. Demzufolge mussten wir schauen, dass wir einen Proberaum in der Mitte finden, was uns letztes Jahr dann auch endlich in Herne gelungen ist. Micha hat auch früher schon in einer Death/Grind-Combo namens Manstractor Erfahrungen als Drummer sammeln können, während Chris neben Reckless Manslaughter auch noch bei der der Melodic Metal-Band „The Mystery“ spielt. Sebi und meine Wenigkeit haben bislang immer nur ein paar Spaß-Projekte am Laufen gehabt aber nie richtig ernsthaft in 'ner Metal-Band gespielt und haben uns umso mehr gefreut mit Reckless Manslaughter endlich mal so richtig die Sau rauslassen zu können !


Wie würdest Du Euren Stil selbst beschreiben ? Und bist Du, jetzt mit einigem Abstand, noch total zufrieden mit Eurem Debütalbum oder würdest Du etwas ändern ?

Ich würde unseren Stil einfach als rohen, ursprünglichen Death Metal bezeichnen. Halt irgendwo eine Mischung aus klassischen Ami-Death und moderneren Brutal Death Metal. Vom Sound her sind wir mit dem Album nach wie vor mehr als zufrieden und sind auf die Durchschlagskraft immer noch stolz wie Oskar.
Ich hätte jedoch das Experiment mit den Pig-squeals sein lassen sollen, das gefällt mir im Nachhinein nicht mehr so. Auch ein paar Slams weniger und vielleicht dafür hier und da ein Lead oder Solo wäre cool. Aber es wäre ja auch bescheuert alles direkt beim ersten Mal perfekt zu machen. Dann hat man ja quasi alles erreicht und fängt an sich zu wiederholen und der Anreiz für eine neue Platte ist dann auch weg. Für die nächste Veröffentlichung wird es von daher bestimmt noch hier und da eine Erweiterung unseres Sounds geben. Seid gespannt !


Sind alle in der Band totale Death Metal-Freaks, so wie Du? Oder musste da jemand in der Band zu seinem Glück „gezwungen“ werden ?

Jepp, wir sind alle totale Death Metal-Maniacs und hören und lieben diese Form des Metals auch alle schon seit vielen, vielen Jahren. Da hat man sich auf jeden Fall gesucht und gefunden und wir mussten keinen zu irgendetwas zwingen.
Wir haben auch alle einen etwas anderen Background was sich hoffentlich auch auf unsere Musik niederschlägt und unsere Songs dynamisch hält. Während ich z.B. besonders auf finnischen Death Metal ala Demigod und Convulse oder klassischen Ami-Death ala Monstrosity stehe, bevorzugt Sebi solch unterschiedliche Sachen wie Slayer, Gorgasm oder Behemoth, was doch auch eine gesunde Mischung ist! Was uns auch zu Gute kommt, ist dass die anderen auch wesentlich mehr open-minded sind als ich und von Rock bis Grind alles hören was für Musiker ja nie schlecht sein kann.


Ist Death Metal, oder Metal allgemein für Euch mehr „nur“ Musik, oder ist es ein Lebensstil für Euch, und wenn ja, wie äußert sich dieser ?

Also da kann ich jetzt nur für mich sprechen und muss sagen, dass das Ganze für mich schon ein Lebensstil ist, da Death Metal mein Leben bestimmt und meine große Liebe darstellt. Das spiegelt sich in meinen Tattoos wieder (Anspielungen auf diverse Death Metall-Cover), geht über meine komplette häusliche Innenausstattung samt Dan Seagrave-Galerie und Death Metal-Devotionalien-Ausstellung und endet im typischen Death Metal-Outfit, das sich da zusammensetzt aus klassichen Knüppel-T-Shirts in Verbindung mit Army-Hose. Auch dass sämtliches Geld für CDs, Platten und Shirts oder Festivals, Konzerte und Festivalaufenthalte im Ausland draufgeht, dürfte zeigen, dass Death Metal für mich mehr als nur Musik ist. Klischee as fuck, aber so fühle ich mich wohl so !


Kommen wir mal wieder zum Album. Ich finde, es hat mehr amerikanische Death Metal-Einflüsse, oder wie siehst du das ? Gibt es bei euch übergreifend irgendwelche Favoriten, die euch allen gefallen und euch alle beeinflusst haben ?

Das hast du absolut richtig erkannt, dass unsere Einflüsse ganz klar aus dem amerikanischen Sektor kommen. Zwar gibt es hier und da ein paar Parts die etwas nach Asphyx oder auch schon mal Bolt Thrower klingen, aber hauptsächlich haben wir unsere Einflüsse aus Bands wie Suffocation, Cannibal Corpse, Monstrosity oder Brutal Death Bands wie Gorgasm, Devourment oder Deeds of Flesh gezogen. Halt ordentliche Straight forward-Mucke ohne Schnörkel und die ganze Zeit gnadenlos auf die Fresse.

Wie seid ihr an das geile Cover gekommen, und wer zeigt sich dafür verantwortlich und hat es gezeichnet ? Es hat so eine interessante apokalyptische Note....

Hey cool, dass dir das Cover gefällt! Das hat unser Kumpel Daniel „Knorpelmann“ Czaja von Knorpelwerk (www.knorpelwerk.de) zusammen mit dem coolen Zombiedesign entworfen. Für das Cover haben wir ihm als Vorlagen ein paar Seagrave-, Olofsson- und Hasmann-Cover gegeben, an denen er sich dann orientiert hat. Unser Budget war nämlich ziemlich eng gesetzt, da konnten wir uns leider keinen großen Namen leisten. Wir sind aber mit dem Endresultat super zufrieden und das Teil braucht sich unserer Meinung nach nicht vor den Großen zu verstecken! Daniel, danke nochmal für diese geile Arbeit!


Kommen wir zu den Texten, die ja alle im Booklet abgedruckt sind. Es sind diese typischen Death Metal Texte, wenn ich das richtig sehe (das ist jetzt nicht abwertend gemeint ). Findest du Texte im Death Metal wichtig? Wenn ich ehrlich bin, lese ich die Texte von Death Metal Bands eigentlich so gut wie nie...

Genau, die Texte sind absolute Death Metal-Standard-Kost. Ich bin weder Philosoph, noch Politiker oder Poet und so habe ich mich entschieden einfach auf die brutale Musik brutale Texte mit starken Wörtern ohne großartige Tiefsinnigkeit zu setzen. Gerade im Death Metal messe ich den Texten halt keine solch große Bedeutung bei, da sie meist sowieso nur schmückendes Beiwerk sind und gar nicht die Kraft entfalten können, wie im Punk oder Hardcore-Bereich, eben weil die Intonation beim Growlen ja auch eine ganz andere ist. Ganz inhaltsleer wollte ich es jetzt aber auch nicht haben und so habe ich z.B. „Atomic Aftermath“ aus der Sicht eines Hiroshima-Überlebenden geschrieben, der benommen durch die brennende Stadt läuft und nicht fassen kann was da gerade passiert ist. Das Ganze habe ich auf Tatsachenberichten von Überlebenden aufgebaut, die tatsächlich nur wenige 100 Meter vom Ground Zero überlebt haben! Wahrlich eine gruselige Vorstellung!
Auch gruselig ist der Text von „Codename: Grable“ der die Details des Tests mit atomarer Artillerie beschreibt, wie es 1953 in der Wüste von Nevada durchgeführt wurde. Man kann von Glück reden, dass es bei diesem einmaligen Test geblieben ist.

Wie seid ihr als kleine Underground Band an Dan Swanö als Produzent gekommen ? Wie teuer ist der denn ungefähr ?

Der Tomasz von Dawn of Disease hatte mir damals den Tipp gegeben, dass der Dan Spaß daran hat kleine Underground-Bands zu produzieren und da haben wir uns gedacht: „Hey zeig dem guten Mann mal unser dilettantisches Demo und vielleicht erbarmt er sich ja uns zu produzieren“, haha. Er fand den Kram dann in der Tat cool und machte uns dann einen echt guten Preis, den wir nicht ausschlagen konnten. Ich nenne jetzt keine Summe, aber inkl. Recording, Pressen der CDs und Drucken von T-Shirts haben wir einen Bruchteil von dem ausgegeben, was andere Bands für mehrere Wochen bei diversen bekannten deutschen Death Metal-Produzenten ausgeben und von daher kann ich nur jeder kleinen Band empfehlen, Dan anzuschreiben! Einen derart professionellen Sound für das Geld kriegt meiner Meinung nach kein anderer etablierter Produzent hin!
Die Arbeit mit Dan war auf jeden Fall super relaxt und der gute Mann war super sympathisch. Vor allem weil wir alle auch riesige Fans von seiner Musik sind (allen voran Edge of Sanity und Bloodbath!), war es für uns das Größte mit ihm zusammenzuarbeiten! Als wir ihn dann auch noch persönlich getroffen haben (wir haben ihm tatsächlich beim Umzug geholfen!) und er uns sogar megabrutale Gast-Vocals abgeliefert hat, waren wir dann vollkommen aus dem Häuschen! Da ist definitiv ein Traum war geworden und wir haben beschlossen auf jeden Fall wieder mit ihm zu arbeiten!

Ihr seht euch ja selbst als Teil der NRW Death Metal-Community. Wie beurteilt ihr die Szene im einwohnerstärksten Bundesland derzeit ? Gibt es besondere Bands, die hier
Erwähnung finden sollten ? Namen wie Taxidermist und Manstractor sagen mir auch noch was, auch wenns schon ne Weile her ist......

Die Death Metal-Szene NRWs würde ich glatt als die vitalste bundesweit titulieren! Death Metal-Konzerte sind immer gut besucht und in letzter Zeit kommen auch immer wieder sehr starke Bands aus dem schönsten und tollsten Bundesland überhaupt.
Da wären z.B. unsere Freunde von Phobiatic oder Orphalis, die mit ihrem technischen Death Metal die Szene erschüttert haben und von denen man in Zukunft noch so einiges hören wird! Und wenn es um schwedischen Old School-Death Metal geht, kommt man an den Dortmundern Lifeless nicht vorbei, die gerade ihr zweites Album aufgenommen haben! Da kommt noch was ganz Großes!
Und Sabiendas haben gerade auch eine äußerst geile Frischzellenkur hinter sich und tönen jetzt wie eine Mischung aus Monstrosity und Cannibal Corpse zu ihren besten Zeiten! Es bewegt sich also viel und vor allem das AJZ Bahndamm in Wermelskirchen ist immer eine Reise wert und spätestens zum NRW Deathfest (10. jähriges Jubiläum!) hoffen wir Euch doch alle dort zu sehen !


Man kennt
Dich ja als Death Metal- Experten. Hörst Du eigentlich ausschliesslich Death Metal, und wieviel Zeit verbringst Du damit, neue Bands zu entdecken ? Und welche Bands, gerne auch Newcomer, haben Dich in letzter Zeit am meisten beeindruckt ?

Zu 90% höre ich tatsächlich nur Death Metal. Von den restlichen 10% dürften sich 4% auf Thrash Metal, 4% auf Doom, 1% auf Grindcore und 1% auf Black Metal aufschlüsseln.
Death Metal ist für mich halt pure Emotion und berührt mich viel stärker als jeglich anders geartete Musik. Da könnte man mich schon für etwas festgefahren und verbohrt bezeichnen. Ich investiere auf jeden Fall viel Zeit und Geld dafür neue Bands zu entdecken und zu unterstützen. Momentan bin ich aber hauptsächlich dabei, ein wenig die Vergangenheit aufzuarbeiten, da es einen schier unermesslichen Reichtum an alten, kaum beachteten Death Metal-Bands gibt. Die letzten Volltreffer die ich da bei der Suche hatte, waren z.B. Num Skull, Mastication oder Moondark.
Solche Entdeckungen gebe ich ja auch immer im RockHard-Forum preis, wo ich inzwischen schon knapp 50 unbekannte oder unterbewertete Scheiben reviewt habe, was auch von vielen Usern im Forum interessiert aufgenommen wird. Sucht einfach mal im RockHard-Forum nach „Leimy's "unterbewertete Death Metal-Bands" und ihr werdet bestimmt auch etwas für Euch entdecken.
Bei neuen Bands haben mich zuletzt Sarcophagy oder Acephalix vollkommen aus den Socken gehauen. Aber auch neuerer, finsterer Kram wie Disma, Blaspherian, Maveth oder Krypts findet bei mir höchsten Anklang und landet wirklich oft im CD-Schacht bzw. auf dem Plattenteller! Wirklich schön, dass Death Metal momentan die Beachtung findet, die ihm eigentlich schon immer zugestanden hat! Das lockt zwar auch wieder ziemlich viele Trittbrettfahrer an, die entweder nicht mit Herzen bei der Sache sind oder einfach zu durchschnittlich klingen, aber im Großen und Ganzen ist die derzeitige Entwicklung doch als sehr erfreulich zu bezeichnen!

Abschließend noch Deine Meinung zu folgenden Bands, die mir besonders am Herzen liegen, weil ich mit ihnen aufgewachsen bin:

Morbid Angel – Eine großartige Band die viele Klassiker veröffentlicht hat. Zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen dann aber doch andere Kapellen. Und über das letzte Album hüllen wir auch mal lieber den Mantel des Schweigens. Ich halte übrigens nach wie vor die „Gateways to Annihilation“ für das beste Morbid Angel-Album überhaupt! Brutaler, technischer und finsterer haben Morbid Angel nie geklungen!

Benediction – Hat mich nie so richtig vom Hocker gehauen. Die „Transcend the Rubicon“ ist ganz nett, die anderen Alben (egal ob davor oder danach) haben mich jedoch nie so richtig berührt und landen nur sehr selten im CD-Schacht. Auch live immer nur eher durchschnittlich.

Hypocrisy – Von Hypocrisy kann ich mir heutzutage nur noch die beiden ersten Alben anhören. Die episch-melodischen Alben danach geben mir irgendwie nichts mehr. Zum einem kicken mich die Melodien nicht mehr so und auf späteren Releases gehen mir die totproduzierten Tägtgren-Produktionen mit ihrem Plastik-Sound enorm auf den Geist und seinen Gesang hat mich auch nie angesprochen. Masse Broberg for the win sag ich da nur!

Unleashed – Ich glaub du willst mich ärgern,haha. Wieder eine dieser „Klassiker“-Bands die mich nie so wirklich gekickt haben. Die „Where no life dwells“ ist noch ganz cool und auch die „Shadows in the deep“ kann man sich anhören, aber danach war da eigentlich alles gesagt und zurecht standen Unleashed immer im Schatten von Grave, Dismember und Entombed, welche die wahren Klassiker abgeliefert haben.

Entombed – Coole Band die ich erst recht spät für mich entdeckt habe. Die ersten beiden Alben sind zurecht unsterbliche Klassiker und haben ein ganzes Genre geprägt! Danach hat mich nicht alles von den Socken gehauen, aber trotzdem kann ich mir Alben wie „Wolverine Blues“ oder auch neue Sachen wie die „Serpent Saints“ sehr gut geben.

Asphyx – Ebenfalls eine geile Band mit der ich erst spät warm geworden bin. Mein Lieblingsalbum wird da wohl immer die „Last one on earth“ bleiben, wobei das neue Album diesem Klassiker tatsächlich zum ersten Mal in der Asphyx-Geschichte das Wasser reichen kann. „The Rack“ ist ebenfalls ein unsterblicher Klassiker der hier oft läuft. Die Sachen aus der „Van-Drunen-losen“ Zeit haben mich komischerweise nie so gekickt und das obwohl ich nicht mal der größte Van Drunen-Fan bin. Da fand ich das Soulburn-Album wesentlich stärker. Aber es ist schön zu sehen, dass Asphyx stärker sind als je zuvor und beständig gute Alben und vor allem starke Gigs abliefern.

Carcass – Ich glaube jetzt mach ich mich endgültig unbeliebt, haha. Carcass haben mir mit keinem Alben je so richtig etwas gegeben. Live war das ganz cool, aber auf Platte brauche ich das nicht. Und wenn, dann bevorzuge ich da merkwürdigerweise die neueren Sachen wie z.B. die „Heartwork“ oder „Swansong".

Bolt Thrower – Eine der großartigsten Kapellen überhaupt! Die Briten sind immer ihren eigenen Weg gegangen, waren sich stets selbst treu und gehören zu den Fan-nahsten Bands überhaupt. Da sollten sich einige Bands eine Scheibe von abschneiden! Nicht umsonst trage ich den Bolt Thrower-Chaosstern als Tattoo mit mir herum ! Ach, und erwähnte ich schon, wie großartig die Show auf dem Boltfest war?

Gott, da klingt vieles so, als wäre ich ein verbitterter Nörgler, haha ! Hättest Du mal lieber nach Suffocation, Dismember, Grave, Monstrosity, Deicide oder Gorguts gefragt !

Die letzten Worte gehören Dir......

Danke für dieses coole Interview und dein Interesse an Reckless Manslaughter! Schön, dass auch Underground-Fanzines wieder florieren und den Underground beleben! Weiterhin viel Erfolg mit dem Zine und wir sehen uns bestimmt demnächst mal wieder bei dem einoder anderen Bierchen in NRWs coolsten Death Metal-Lokalitäten! Keep it fucking brutal!

Montag, 8. Oktober 2018

Interview Chapel Of Disease


Hier nun noch ein altes Interview mit den Kölnern von Chapel of Disease, die demnächst ein vielverprechendes drittes Album über VAN-Records veröffentlichen werden. Das Interview wurde im Jahr 2012 nach der Veröffentlichung des Demo-Tapes, aber noch vor der Veröffentlichung des ersten Albums geführt. FDA Records hiessen damals noch FDA Rekotz, und die leider vor kurzem eingestellte Kölner "Rhein in Blood"-Konzertreihe war damals noch frisch am Start. Das Interview führte ich damals mit Laurent (Gitarre und Vocals).


Hi Laurent, stell dochmal die Band vor. Seit wann gibt es Euch, wer macht was ? Einer von Euch spielt doch auch bei Infernäl Death, oder ?

Hey Gerald! CHAPEL OF DISEASE gibt es nun bereits seit 2008. Ich kam damals im Februar nach Köln, während mein Bruder Cedric, unser Gitarrist, schon einige Jahre zuvor hierhin gezogen ist und bereits zusammen mit David, unseren Drummer, Musik mit Infernäl Death machte. Relativ schnell kam ich auf die Idee meinen Bruder zu fragen, ob er nicht Lust auf eine Old School- Death Metal Band hätte. Nachdem er sofort dabei war haben wir David auch an Land gezogen. Die Bandkonstellation war also zunächst: Ich an der Gitarre und den Vocals, Ced damals am Bass und David an den Drums. Ein paar Monate später haben wir jedoch eingesehen dass für das, was wir im Kopf hatten, zwei Gitarren angebracht wären und haben somit Christian als perfekten Basser für uns gefunden. Wenn man sich fragt wieso wir tatsächlich vier Jahre gebraucht haben um eine Demo aufzunehmen, hat dies zum einen damit zu tun, dass drei von uns- Ced, David und später auch Ich- in Infernäl Death tätig sind. Zum anderen müssen wir jedoch auch einfach zugeben, dass wir eine ziemlich lange Zeit unsere Ärsche nicht aufgerafft bekommen haben um uns wirklich mal intensiver mit der Band zu beschäftigen. Eigentlich wurde die Band wieder erst zu einer kontinuierlichen Sache im letzten Jahr. Aber besser spät als nie, oder ?

Die Aufgaben in der Band sind eigentlich ganz gut aufgeteilt, wir tragen alle irgendwie zu dem ganzen bei, einen Art „Leader“ haben wir eigentlich nicht. Das Songwriting teilen mein Bruder und Ich uns, wobei ich dafür ein wenig mehr die Musik schreibe, dafür jedoch Ced die Texte im Griff hat. David kümmert sich zum einen um das ganze Organisatorische, was mehr als gut ist, denn da ist der Rest von uns zu vergesslich für. Zum anderen würde sich unsere Musik ohne ihn jedoch nicht halb so gut anhören, da die Chemie mit ihm als Drummer einfach perfekt ist. Hat einer von uns einen Riff, dauert es nicht länger als 3, 4 Takes bis David darauf den perfekten Beat findet. Christian kümmert sich viel um unsere Werbung, leitet unsere Webseiten und ist viel in Foren vertreten. Viel cooler an ihm ist jedoch, dass wir ihn nie irgendein Riff zeigen müssen. Meistens tauschen Ced und ich uns aus, Chris steht daneben und findet schon selbst die Noten raus. Das erleichtert natürlich den Songwritingprozess um einiges. Bis jetzt kann ich wirklich nur sagen, dass bei uns auch zwischenmenschlich wirklich alles ziemlich flüssig läuft.



Wie würdest Du Euren Sound jemandem beschreiben, der Euch noch nie gehört hat ? Ich sehe da Einflüsse von Asphyx und alten Morgoth, aber auch neuere Bands wie Tribulation, Stench, Grave Miasma oder sogar Watain hört man aus Eurem Sound heraus. Welche Bands von diesen haben Euch beeinflusst bzw. welche anderen eventuell auch noch ?

Tribulation, Grave Miasma, Stench, Necros Christos oder auch Watain sind alles Bands die wir wirklich sehr gerne hören und ziemlich steil drauf gehen. Falls diese uns aber irgendwie beeinflusst haben sollten, war das wirklich ein unbewusstes Ding. Wir können eigentlich nur sagen, dass wir die ganzen alten Klassiker als Einfluss gesehen haben, sprich Death, Morbid Angel, Bolt Thrower, Obituary, Possessed, Pungent Stench, Pestilence, Asphyx, oder Sadistic Intent, usw. Eben all die großen Namen von Ende der 80er bis in die 90er hinein. Eigentlich würde ich auch so unseren Sound beschreiben. Old School-Death Metal mit Doom-Einflüssen und möglichst wenigen Blast- Beats. 

Ich würde Euch ja das Etikett „Old-School“ verpassen. Seht Ihr das genauso ? Und denkt Ihr früher war die Szene besser ? Apropos: wie alt seid Ihr eigentlich, habt Ihr die Blütezeit des Death Metals mit Bands wie Dismember, Grave, Unleashed, Entombed, Deicide, Pungent Stench, Morbid Angel, Benedicion und Carcass (okay , ist mehr Grindcore ) miterlebt ?

Die Bezeichnung „Old School“ können und wollen wir aufjeden Fall unterschreiben. Wir hatten eigentlich nie ein anderes Ziel außer eben genau diesen alten Sound für uns persönlich selbst zu kreieren. Leider- oder auch nicht- ist es so, dass wir über die Szene von damals nichts aussagen können, denn dafür sind zumindest drei von uns zu jung- außer Chris der bereits sein 30. Lebensjahr um einige Jahre überschritten hat, hehe. Ced und David sind Mitte 20, ich erst Anfang 20. Ob die Szene damals besser war kann ich nicht sagen. Persönlich versuche ich jedoch mich auch nicht so auf irgendeine Szene zu konzentrieren, denn meistens ist sowas auch ein wenig anstrengend wenn man dann wirklich auf engstirnige Menschen trifft, die mit nichts weiteres was am Hut haben wollen als eben mit ihrer eigenen kleinen Szene. Wir stehen einfach auf den alten Sound, haben ihn vermisst, denn die meisten Bands sind übergegangen zu sterilen Baller- Produktionen, die einfach langweilig sind. Gerade derzeit kann man jedoch durchaus sagen, dass es wirklich viele coole neue Death Metal Bands gibt, die den alten Sound wieder aufgenommen haben.



Auch imagetechnisch (eure Website, sowie das Cover ) erinnert Ihr an Bands wie Tribulation. Desweiteren ziert ein invertiertes Pentagramm euer Logo. Ist das mehr eine Spielerei, weil es halt zum Death Metal dazugehört, oder steckt da auch tiefere Überzeugung dahinter ?

Nein, wir können wirklich sagen, dass das bei uns Spielerei ist, wahrscheinlich einfach eine alte Gewohnheit des Metals. Jedem das Seine, aber wir können von uns aus sagen, dass wir keine Okkultband oder sonstwas sind. Ich könnte mir einfach schlecht vorstellen mit solch einer Musik ein Logo zu haben mit bunten Blumen und Texte über das Glück des Lebens, irgendwie passt das dann so, wie es jetzt ist doch besser zum ganzen Sound.



Wer schreibt bei Euch die Texte und wovon handeln diese ?

Die meisten Texte schreibt Ced. Ich kann somit jetzt auch nicht allzu viel dazu sagen. Jedoch lehnen sich die meisten seiner Texte an klassische morbide und phantastische Literatur wie natürlich Lovecraft, Poe oder Meyrink an. Ced selbst sagt dazu: Guter, klassischer Horror.

Ihr kommt ja aus Köln. Wie beurteilt ihr die Metal-Szene hier und wie sieht es um den Underground in Köln aus ? Laufen alle nur zu den grossen Namen, oder seht ihr auch Raum für die kleinen Bands ? 

Man kennt sich relativ gut untereinander in Köln was die „Underground“ Szene angeht. Was wahrscheinlich heißt, dass diese nicht all zu groß hier vertreten ist, ich würde jetzt mal behaupten dass sie im Ruhrpott um einiges größer ist. Leider wirkt sich das auch auf die Konzerte hier aus. Gewisse Bands ziehen zwar, das sind dann jedoch auch wirklich große Namen. Letzten Donnerstag haben Vulcano hier gespielt, ich denke nicht, dass dort wirklich viel mehr als 50 Leute waren, bin jedoch auch schlecht im Schätzen. Zwei Wochen zuvor waren Nachtmystium in Köln, wirklich gut besucht war das auch nicht. Wenn man nach Oberhausen oder Essen fährt ist da schon einiges mehr los auf Konzerten. Was jedoch wirklich ganz cool ist, ist die „Rhein In Blood“ Konzertreihe, die gerade ein Bekannter ans Land gezogen hat. Ich bin wirklich positiv überrascht darüber, wie viele Leute man dort antrifft. 

Ihr habt ja euer Live-Debüt bei besagter Underground-Reihe „Rhein In Blood“ gegeben. 
Wie war der Gig ? Wie die Reaktionen des Publikums ? Sind demnächst noch weitere Gigs geplant ?

Das war wirklich eine coole Sache. Uns selber hat es viel Spaß gemacht und ich hatte auch das Gefühl; dass das Publikum gut steil drauf gegangen ist. Für einen Debütgig waren die Anzahl der Verspieler in Ordnung, meistens hört die sowieso kein anderer raus als man selber. Die Location finde ich auch wirklich gut, es ist zwar ein bisschen schwer dorthin zu finden, vor allem für die von außerhalb, doch ist die Bühne schön groß und der Sound auch wirklich mehr als in Ordnung. Bis jetzt steht das Nocturnus Festival im Dezember diesen Jahres für uns als Gig fest. Das soll dann auch sofort der Releasegig für das Debütalbum werden. Ich denke das wird auf jeden Fall ein Knaller. Ansonsten schweben noch zwei Gigs in unseren Emailkonten umher, die dann noch bestätigt werden sollten.

Wie fielen die Reaktionen auf Euer Demo-Tape aus ? Überwiegend positiv bis euphorisch, oder ? Gab es auch Verisse ?

Die Reaktionen waren super. Das Tape ist nun seit knapp einer Woche komplett ausverkauft, was auch heißt, dass es nicht einmal einen Monat gedauert hat bis alle Exemplare weg waren. Reviews sind zum größten Teil auch sehr gut ausgefallen, manche davon waren nur mäßig, was jedoch auch immer eine wichtige Sache ist, denn vielleicht findet man ja einen Kritikpunkt, mit dem man auch selbst übereinstimmen würde. Aber wir können wirklich mehr als zufrieden sein, da die Reaktionen doch nochmals unsere Erwartungen übertroffen haben. Wir sind zum einen zwar davon ausgegangen, dass wir in einer gewissen Weise mit dem Material ein positives Echo erzeugen würden, doch hätten wir nicht damit gerechnet, dass das alles so unglaublich schnell geht. Da muss man sich jedoch auch bei FDA Rekotz bedanken, denn was Promo etc. angeht, machen die dort wirklich alles richtig.

Würdet Ihr auch auf einem Festival wie dem „Grind the Nazi Scum“ spielen, also einem politisch motiviertem Festival ? Ich denke, gegen Nazis kann man gar nicht oft genug Stellung beziehen. Ich frage das, weil Rico eine Absage von Venenum gekriegt hat, die sinngemäß sagten, weltliche Politik würde sie nicht interessieren, was ich ziemlich dumm fand. Seid ihr auch ansonsten politisch interessiert, und hat Politik eurer Meinung nach eine Berechtigung im Metal, ich denke da auch an Bands wie Napalm Death oder Terrorizer ?

Wir haben eine Anfrage für das GTNS Festival von Rico bekommen und hätten auch sofort dort gespielt, nur geht das dieses Jahr leider nicht aus zeitlichen Gründen. Es ist natürlich gut, dass es solche Festivals gibt, bei denen man auch Stellung beziehen kann, da würde ich Dir zustimmen. Wichtig ist für uns, dass wir in keine Extreme gesteckt werden. Es gibt einfach Dinge die gehen nicht, dafür muss man jedoch nicht in irgendeine bestimmte Richtung motiviert sein, sondern sich einfach mal seines Verstandes bedienen. Ich denke, dass eine Diskussion über Berechtigung von Politik ohne Sinn ist. Politik ist nun mal allgegenwärtig, die steckt in allen von uns in irgendeiner Weise drin. Persönlich denke ich, dass das Wichtigste ist, dass man gut miteinander zurechtkommt. Abgesehen davon, sind doch Napalm Death und Terrorizer einfach Killer-Bands.

Was landet bei Euch so auf dem Plattenteller ? Meist Death Metal oder auch mal etwas Grindcore, Punk, Hardcore, Thrash oder stilistisch ganz fremde Sachen ?

Bei jedem von uns laufen verschieden Sachen, wir setzen uns da keine zwanghaften Grenzen um irgendeiner Sache gerecht zu werden. Metalmäßig läuft da alles, sei es klassisches Zeug wie Maiden oder Priest, Thrash wie alte Exodus oder Sodom, Black wie Masters Hammer oder Mayhem, natürlich alles was mit Ozzy zu tun hat, aber auch Bands wie Type O Negative, Danzig oder Samhain natürlich, Nachtmystium, Psychotic Waltz, Cynic, Arcturus, Solstafir, bis hin zu Sachen wie Monster Magnet. Mein Bruder und ich hören zum Beispiel auch viel The Police oder Marillion. Schlag mich tot, es gibt zu viel gute Musik um sich auf einen bestimmten Bereich zu fokussieren und vor allem zu viele gute Bands um diese auch nur ansatzweise aufzuzählen.




Wie sehen Eure Zukunftspläne aus? Demnächst steht ja erstmal das Album für FDA Rekotz an. Was hofft Ihr mit der Band noch zu erreichen, was wäre Euer Traum ? Eine Tour im Vorprogramm von Morbid Angel oder Ähnliches ?

Oberste Priorität hat gerade das Album welches wir ab Juni aufnehmen wollen, so dass es im Dezember erscheinen kann. Erstmal sollte das gemeistert werden, man ist natürlich schon etwas angespannt ob das Ganze auch gut ankommen wird, etc. Ich glaube auch, dass das immer unser größtes Ziel bleiben wird- einfach Musik machen, auf die eine gewisse Anzahl von Menschen steil gehen wird und mit der wir uns selber auch immer identifizieren können. Wichtig ist, dass man niemals etwas macht wo man nicht hinter steht. Ansonsten denke ich schon, dass wir nach dem Album mal eine kleinere Tour in Angriff nehmen wollen würden. Mal gucken was so kommt, wir sind gedanklich glaube ich noch nicht bereit für eine Tour, hehe.

Was haltet ihr von Old -School Printzines ? Ist die Zeit für sowas abgelaufen und bevorzugt ihr Webzines?

Nein, ich glaube nicht dass die Zeit dafür abgelaufen ist. Ich persönlich habe mir zwar bis heute kein kleineres Printzine gekauft, jedoch auch keine größeren Metalmagazin. Ich denke jedoch, dass es noch genug Leute gibt, die kein Bock auf die großen Dinger haben, die meistens eher weniger über kleine Bands berichten. Als wirklicher Fan ist man dann wohl auch froh mal was von einer seiner Bands zu lesen, die zwar auf irgendeinem Webzine vertreten sind, jedoch nie auf greifbarem Papier. Ich persönlich finde etwas greifbares zu lesen noch immer besser als irgendetwas auf dem Bildschirm abzuscrollen.

Am heutigen Tage ist der 1. FC Köln abgestiegen. Ein Wort des Mitleids oder geht euch Fussball total am Arsch vorbei ?

Ein Wort des Mitleids kann ich leider nicht aussprechen. Drei von uns interessieren sich ziemlich wenig für Fußball, doch kann ich nur sagen, dass David ein exzellentes Wochenende durch diesen Abstieg erlebt hat- ein Traum ist für ihn als Leverkusenfan in Erfüllung gegangen. Und weil ich sowieso unparteiisch bin, freu ich mich doch mal mit ihm mit. Die Kölner feiern so oder so den FC ab, ob zweite oder erste Liga.

Die letzten Worte gehören Dir...

Erstmal vielen Dank für das Interview! Ansonsten auch ein fettes Dankeschön an all die, die uns bis jetzt unterstützt haben oder es in Zukunft tun werden! Let the rotten times roll!


Samstag, 22. September 2018


Interview Nightbearer



NIGHTBEARER are a new star in the death metal firmament. Enjoy this conversation with vocalist Michael about death metal (of course), fantasy literature and misspelled band logos. If you're interested in another band of Michael called Schlachtung! , you can read here (in German) an long in-depth interview with him I did in 2016.

Hey, what exactly were the reasons for the fouding of NIGHTBEARER ? Please tell us who’s in the band responsible for what ? And what about Schlachtung!, does the band still exist, will you maybe return with new recordings and some more live appearances in the future ?

NIGHTBEARER started basically as a two-piece side project of Dome and myself besides our other bands --Despised, Schlachtung!, Bloodwork,  speaking for myself, and Despised, Hate Force One & Legion, speaking for Dome – without any bigger ambitions to play live or record more than one EP or so. After knowing each other quite a time and after doing the songwriting for Despised together, we realized that both of us had some old school death metal riffs and ideas in the closet and that it would be a shame not to use/record them. So we decided that we would finish the songs together, Dome would record the instruments and do mixing and I would take care of the lyrics, the vocals, the concept, promo, social media etc. To go full speed on stage we recruited fellow musicians from Hate Force One (Manuel, Florian) and Despised (Christian).

Schlachtung! is still active, sure, but it was always a project coming in waves. Circumstances killed the last peak of the „wave“ (three of four members has become fathers around/since the release of „Mahnmal“). Moreover we only used to rehearse and write new songs once a gig is planned or a new record is on our schedule. To keep it short: Nothing planned yet, but still active. To speak for myself: My focus is mainly on NIGHTBEARER at the moment. 

How were the reactions concerning the EP ? I read in the bandbiography that the next step is playing live and recording an entire album…

To be honest, there weren't any negative reactions at all. Or at least nobody said it to our faces. That's been one huge reason why we decided to bring NIGHTBEARER on stage! As I mentioned it before, NIGHTBEARER was never meant to be more than a „one EP studio project“, but the more we worked with the material, the more positive feedback we got, the more it became obvious that NIGHTBEARER shouldn't be a studio-/side-project any longer! So yeah, we decided to play live. As it all gathered speed we felt kind of a „flow“, so, yes, the debut album is already written. In fact the writing process was nearly finished when we released the EP. There will be 10-12 songs on the album, maybe we save some of them for future releases (splits/further EPs/7inches...).


You mentioned influences such as Entombed, Dismember and Entrails, but to be honest, I don’t think so much to Swedish death metal while listening to Nightbearer. Of course you hear these influences, and of course it is more this style of death metal than  (american) technical stuff such as Immolation or Suffocation, but you don’t sound like Lik or Death Breath or Tormented for example, these bands show their inspiration much more I think. Do you agree ? Maybe there are some more decent influences from Massacre or Obituary ?

Yeah, in deed, I have to agree...up to a certain point. It's a fact that Bloodbath and Dismember are and were our fixed stars. But from my point of view you're right saying that we do not sound like directly inspired and we're not a classical SweDeath band. We're an old school death metal band inspired and kind of instructed by the old swedish masters. You know, Lik sound nearly exactly like Dismember, we don't. Don't get me wrong: I love Dismember and I think Lik is a great band (see below!) But we didn't want to copy any band or play exactly their style. We wanted to play filthy old school death metal. Go and listen to the very first swedeath bands. They do not sound very much alike. They were inspired by nearly the same bands, but they used the power of inspiration differently. Everytime we got stuck we asked ourselves: What would Bloodbath do?! To use a metaphor: We thought about the tool they would use. Would they use a hammer or a saw or whatever? And then we went and used the tool in our own style which sounds not so much like typical swedeath. Maybe it sounds like Obituary or Massacre (I heard this before) but to be honest: Neither Dome nor I listened a lot to them. Well, that's the magic of inspiration. I recently read an interview with Ihsahn and he mentioned pop-music as one of his influences... or think of Nergal, whos inspiration were bands like Fields of the nephilim... or – to return a little bit to your question – think of Dismember. One of their main influences are Iron Maiden. You can hear it, but they don't sound like Maiden, do they?

Lots of people involved in the scene discovered death metal mostly during their teenage times, at the age of 14-17 for the first time. And maybe in the run of years some of them listen to a lot of other music, most people become more tolerant concerning different styles / genres of music and explore other music, in comparison to teenage times, where a lot of listeners are very narrow-minded. Nevertheless a lot of people always return and / or never loose contact to their origins in extreme music, in this case death metal. Do you agree ?

Wow, what a question. Let me think about it... When I was 14-17 I listened to bands like Blind Guardian, Iced Earth, Borknagar, Thyrfing, Vintersorg, Dimmu Borgir but also to Korn, Slipknot, Static-X, and  (basically when I was 14/15) to In Extremo, Subway to sally, Corvus Corax and the whole medieval rock stuff. Blind Guardian is (and will be forever) one of my favorite bands, no matter how my preferences changed in general and no matter how they change their sound. It's even true that Blind Guardian is one of my personal inspirations regarding the concept/lyrics of NIGHTBEARER,... just as modern true heavy metal bands like Eternal Champion or Visigoth. But I am a BG fanboy, guilty as charged, haha. And why? Because they we're my key to escape the horrors of the teenage years with all its troubles, haha. And they used to be a connection, a link between some of my best friends, who are not that much into metal, and me.
Let's return to your question: I would detach the „death metal“ from your question and go with a restricted „yes“ as an answer. As I said, BG will always be one of my favorites. And yeah, I enjoy listening to the old Korn- and Slipknot- records but only for nostalgic reasons. To those medieval rock bands I do not listen any more. Recently I banned the old CDs (I would never sell them!) into the mouldy crypts of my cellar to make way for stuff I dig since the last years: More Black Metal and Death Metal – all kinds of. I consider myself today a BM – and DM enthusiast and collector (CD, MC, LP...) but I do not forget and I can't break the special spell that (metal) music put on me when I was in my teenage years. Even though I explored new stuff like the whole 70s rock genre (new ones like Witchcraft, Graveyardm Horisont,...and the old ones like Jethro Tull, Uriah Heep etc.), synth wave,... But yeah, returning to your question once more: Everyone of us is bound to the first spell, sticking to that metaphor. If your parents showed you some Scorpions, Jethro Tull or Pink Floyd in your childhood, you'll never loose contact to them, as you said. 



Most listeners discovered in retrospect, that a lot of punk and hardcore was included in the first recordings of today‘s legendary death metal bands. I think one of the reason could be, that most people start listening to metal and discover punk and hardcore afterwards. Was it the same case with you ? Furthermore, some people (narrow minded death metal listeners) don’t want to admit, what’s obvious and the concerning bands even say in interviews,that there were of course a lot of punk and hardcore influences. Back in the days I think this happened more often, as metalheads and punk/hc-people didn't have a lot of contact or even were separated in two enemy camps...

Before I started with powermetal, medieval folk-rock and nu metal there was some punk rock in my life... like The Offspring, Bad Religion, Green day, Die Toten Hosen, Die Ärzte... I don't know if that's the reason why I like some good old punkish rhythms and kind of a raw and filthy sound/attitude... I really love brutal old school riffs combined with chuggy d-beats, some blastbeats and doomy parts... Listening to Darkthrones first albums, every black metal fan must admit, that there are pure punk-riffs, and yes, the swedish old school death metal scene was even much more influenced by punk/hardcore bands. Or by punkish death metal bands like Autopsy. But why conceal it? I don't get it. Maybe I am too open minded...

Can you tell us more about the lyrics ? You wrote that they include sword & sorcery (a subgenre of fantasy) lyrics. In general I think this kind of lyrics matches perfectly with death metal…Can you tell us more about the authors, which were / are prominent in this genre and some milestones/classics concerning this subgenre or your personal favourite books ?

With NIGHTBEARER I only write fictional and fantasy-related lyrics. Most of them are directly inspired by a book, some by classic pen&paper rollplaying games like D&D and The Dark Eye (Das Schwarze Auge). And yeah, you're totally right: Fantasy-related lyrics match perfectly with death metal!
Concerning particularly sword & sorcery there's no way around Robert E. Howard whose most famous creation is „Conan the barbarian“ but also many different works, also within the Lovecraft-universe.
Another author of this sub-genre is Michael Moorcock, famous for his character Elric, the eternal hero. At the moment I'm exploring the worlds of Fritz Leiber.

All my lyrics, that are not directly inspired by novels or short stories are more or less influenced by those sword & sorcery authors, partly because they affected rpg's like D&D a lot, which are – we've come full circle – also a main influence as I wrote above.
To get you a little sneak peek on what's coming next – lyricwise – concerning the album: There will be specific lyrics about „The lord of the rings/The silmarillion“ (Tolkien), „Song of ice and fire“ (Martin), „The dark tower“ (King)... And for further releases I'm planning to drown into the world of „Dragonlance“ (Weis/Hickman), „Memory, sorrow and thorn“ (Williams) and „The wheel of time“ (Jordan) once more. I've read them some years ago and will have to re-read them before...
Concerning novels which are connected to roleplaying games, I have to mention R.A.Salvatore and his novels about Drizzt Do'urden and Cadderly, Elaine Cunningham's „Councelors & Kings“ trilogy and a lot of Troy Denning's works.


In addition to that, do you think that more or less socio-political lyrics fits with death metal ? I remember the track „Don’t care“ (there was an official video clip as well which I saw on german music television called VIVA) by Obituary , which was included on the „World-Demise“ -album, and some people (some „prominent“ people, I think people from Dismember) said, it would be ridiculus to mix death metal with this kind of lyrics which deal with the pollution of the enviroment through irresponisble companies. Okay, that was in 1994, times have changed a lot since then, and in general everyone can and should do whatever he / she / the band wants to do, but what is your opinion about that ? Back in 1994 I liked this video and I found it much more interesting than version nr. 34533 of a death metal clip where the band is posing  at a grayeyard and you can see fog, bones and candles and stuff like that. What do you think about that (besides from the fact, that I know that Schlachtung! had very socio-political lyrics ) ? 

Of course! Socio-political lyrics and death metal fit perfectly! Heavy emotions and heavy music. Just think about Dying Fetus (minus the gory stuff), Cattle Decapitation (minus the gory stuff), or Misery Index. Even Bolt Thrower carry a strong socio-political message within their war-ridden lyrics. And Death of course! Everyone can see: It fits! Death Metal is angry, it's brutal, it helps us to express feelings. The world is fucked. We all are, if we don't change our mind, our behaviour... I'm getting very angry when I think about that. So death metal could be a vehicle to transport a strong plea, to give you a kick in the nuts to awake common sense and responsibility. To speak for myself: I like socio-political lyrics a lot (obviously, see Schlachtung!), but I also enjoy „common“ death metal or fantasy themed lyrics. But saying: „Keep politics out of the music. It's art.“ it complete bullshit! If you don't want to comment on the world going nuts and down – fine. But don't go and say: Art should entertain and not offend and... blabla...

But referring to your „fog, bones and candles“ comment: I really like these clichés in metal! Therefore and because I have other bands to focus on socio-political topics, NIGHTBEARER will solely have fantasy themed lyrics.




There are so much unexplored or very less known death metal albums on this rotten planet….Can you tell us about some records (albums, EPs, demos etc) that are not so well known and from which you think they are great or as good as or even better than classics such as „Left hand path“, „Clandestine“,  (both Entombed)„Shadows in the deep“ (Unleashed), „Like an everflowing stream“ (Dismember“), „Cause of death (Obituary) or „Altars of Madness“ (Morbid Angel), to name a few.. Me for example, I discovered not long ago the finnish band Rippikoulo which did a really great demo named „Musta Seremonia“ which was re-released by Svart Records.

Okay, I have to admit that I spent only a few minutes going through my shelf... I have to mention the following:

Vallenfyre – Everything. No particular recommendation. Buy everything!
Revel in flesh - Death Kult Legions
Sulphur Aeon – Gateway to the antisphere
Endseeker – Corossive Revelation, Flesh hammer prophecy
Under the church – Rabid Armaggeddon, Supernatural punishment
Bombs of hades – The serpent's redemption
Death Breath – Stinking up the night
Sentient Horror – Ungodly Forms, The Crypts below
Temple of void – Lords of death
Vanhelgd – Temple of phobos
Krypts – Remnants of expansion
Usurpress – The regal tribe
Hooded Menace - Ossuarium Silhouettes Unhallowed
Demonical – Everything. No particular recommendation. Buy everything!
Lik – Everything. No particular recommendation. Buy everything!


Ok, those are 15 bands, I could mention 50 more... those are only some of the bands of whom I have a copy on the shelf and there are many, many more. I like youtube to explore every kind of music, especially old demo stuff.

Did you read the incredible „Swedish death metal“- book by Daniel Ekeroth and discover some unknown bands through it ?

Yeah and yeah. It is incredible, you're right. Had such fun reading it. I love reading about the early tape trading days and feel a certain nostalgia despite the fact that I am too young and didn't witness the late 80s/early 90s as a metalfan. „Choosing death“  and Jason Nethertons „Extremity Retained“ should be kind of a canon to read for musicians who want to play death metal.

But I cannot remember which bands I knew before and which I discovered through the book. Fun Fact: Everyone in NIGHTBEARER owns a copy, for as I know.




In the following please give your comment to some death metal-related keywords (styles,bands, labels...), some of them with an upcoming new record (Deicide, Terrorizer, Unleashed, Bloodbath, Deathrite)

Brutal death metal:
I listen to it, sometimes I enjoy it a lot, but it has never been my favorit sub-genre. So I can't say much about it. Well, Suffocation is great, haha. But personally I don't like - lyricwise- most of the whole gore/porn-brutal slam death metal stuff.

Deicide:
Same here. I bought one or two albums and „Scars of the crucifix“ was one of the most played songs in my car in 2004 but - in regard to what I know -I must say: Glen Benton is a total asshole.

Terrorizer:
Listened to „World downfall“ a lot back in the days, noticed the newer recordings, but didn't spend much time with 'em. Should I?

Finnish death metal:I never got the strong connection to finnish death metal as I got it to swedish death metal. Neither the melodic nor the brutal sort, but since this year I try getting myself more into it. Recently I listened quite a lot to Wolfheart, Hooded Menace and the classics (Amorphis, Sentenced and Demigod), but I don't like Demilich (basically because of the vocals. This toilet gargling was never my cup of tea, neither in grindcore nor in death metal).

Rippikoulo:
To be honest: I know the name but never listened to one of their songs. I see, I've got some homework considering finnish death metal....

Earache records:
One of the essential labels of the past. I think there are younger labels, who serve the death metal cult better now, but what would death metal and grindcore be without Earache?

At the Gates:
One of the most popular melodic death metal bands (i.a. thanks to Earache) with one of the most carismatic and smartest singers, and also one of Dome's and my favorite bands if it comes to melodic death metal. Of course „Slaughter...“ had an enormous impact on me, even if I discovered it not until the year 2000. No need to mention it's influence on the evolution of newer genres like metalcore or the New wave of american heavy metal.
And their last record is huge! I like it a little bit more than the „At war...“ (though I listened to it 2 months in a row in my car when it was released...).

Bloodbath:
All Bloodbath albums are great! I just love everything, they didn't put out any crap. I also like every singer they got (I keep on focussing on the singer issue ,Dome surely would say something about their usage of the HM-2, their awesome sound, etc.).
A lot of people prefer Peter and consider „Nightmares...“ the best album. I bought it together with the „Ressurection..“ record and also prefered „Nightmares...“ to „Resurrection...“ but it wasn't because of Peter/Michael but because of the blastbeats. Back then I had a unquenchable blastbeat thist, haha. But later on my preferences changed. Each singer's got something special. Nick's voice is so morbid and filthy, though not as brutal as the ones before.
As I'm writing this they released the new song „Bloodicide“ and what should I say: The never ever disappoint! Can't wait for my pre-order to arrive, haha!


Axis Powers:
Again I have to be honest: Never heard of them.

Interment:
I think „Scent of the buried“ was a good album, but not as much noticed as other death metal records in 2016. Don't know why they don't gather more attention. The songwriting is good, the production is classic swedeath (hello?! Sunlight and Skogsberg?!) and Juanjo Castellano, one of the best artist for death metal at the moment, drew their cover.... which, as a side note, was the inspiration for me to go for a framed picture on white background concerning our recent EP. Later I also bought their older stuff and like it, too.

Unleashed:
I've got some records here, but I have never been the biggest Unleashed fan, though they're keeping up the old school flame since year one... Maybe their old stuff was kind of too plain and ordinary to my ears. They get a new chance with their new record... but I don't get the title („...white christ“?!) and the cover could be used by Doro for one of her christmas albums...naaah, just kidding!

Deathrite:
I saw them live some years ago and because some friends, who play in a hardcore band, did several gigs with 'em, I thought Deathrite is a metalic hardcore band. And then they came onto the stage, started with some nasty feedback and impressed me that much, that I bought a shirt, a longsleeve and a CD straightaway (though I had to borrow some money therefore, haha!)

Deathbearer:
Good music, very punkish. As I said I like it when there's a good dose of punk/crust in my death metal meal. I don't mind that they seem to be hardly connected to the hardcore scene. If they feel Old school death metal running through their veins, why not.

Slaughterday:
Great band! Very morbid and different to the classic HM-2 worshippers or the occult reverb worshippers. I've got all their recordings on the shelf. I think „Nightmare Vortex“ was one of the first records I ordered at FDA Rekotz/Records back then... It's far more Autopsy worship and less swedeath worship than I expected back then but I liked it so I had to re-order „Ravenous“ immediately, haha.
And let's be serious: What can be wrong about two nice bearded guys playing rotten old school death metal and recruiting fellow musicians to spread the plague live on stage?!

FDA Records:
Oh yeah, home of dirty rotten music of metal … I think everyone knows FDA. Everytime I order something, Rico puts nice extras in the parcel... an old fanzine, a patch, a FDA-Shirt... because of that and of course because of the music FDA is definitely the home of the death metal underground.

Fun fact (and totally embarrassing): When we finished the recordings of our EP, even before we had a cover or a logo and even before Dome and I talked about possible release options (physical or just digtal etc.) I contacted Rico/FDA just because of what I wrote above. So far, so good. But at this time I was very exhausted because of family and work and stuff. It's been my task to design the logo myself... So late in the evening i finished the logo, a small collage of Dome and me on stage and put it in a mail, together with the EP Tracks... and I totally jumped the gun. On the FDA site is a small „don't call us, we call you“ info so we waited quite a time until we signed with Unholy Fire Records.
When Timon (Timon Kokott Art-Works) designed our cover he asked me what's the matter with the „R“... I explained it. That it's a link to Entombed and classical Old School death metal logos. But he did not get it. And when I thought that he might be a little slow on the uptake I saw it: I designed a nice logo with pen, paper and photoshop that said: „NightbearerR“...... And yes, to be honest, I wouldn't sign a band that might be a bunch of idiots who cannot spell their own name, hahaha... hell no! So hey, Rico, If you're reading this: We're NIGHTBEARER, we have a propper new logo, a complete band to play live, a chunk of professionally designed/printed merchandise, an already written full-length recording in the pipeline and we're bent on releasing it via FDA Records!! (P.S.: We're quite wacky but not totally retarded, hahaha!)...

The last words are yours….

I think we pretty much covered every aspect of NIGHTBEARER that I can say something about. If you all have read until this lines, haven't stopped and are still alive, you might have liked it. In this case go and grab our EP put it in your stereo, turn up the volume and let the buzzsaw reign!!

And yeah, it's 2018 blablabla, so of course visit us on Facebook, Bandcamp or Instagram (you see, totally old school social media whores)!