Über dieses Buch bin ich mehr oder weniger zufällig gestolpert, irgendwo im Netz wurde der Autor Detlef Kowalewski erwähnt, der in "Zur Hölle" einen Teil seines abenteuerlichen Lebensweges beschreibt. Also besorgte ich mir das Buch, welches auf knapp 200 Seiten spannend und in einem angenehmen Schreibstil die Geschichte von Detlef Kowalewski erzählt, der, geboren in Mettmann, nach einer Ausbildung zum Chemikanten bei Bayer in Dormagen im Köln der 80er Jahre mit u.a. der Vermietung von Proberäumen viel Geld macht und auch mit seiner Heavy Metal Band High 'n' Dry für den ein oder anderen Erfolg sorgt. In Kowalewskis "Empire", seinem Gebäudekomplex bestehend aus Live-Venue, Fitness-Studio und Proberäumen, taucht eines Tages eine gewisser Bruce Dickinson auf, um sich eine Bonner Band anzusehen (tatsächlich erinnerte ich mich an dieser Stelle daran, dass Dickinson in seiner Autobiographie "What does this button do?" davon berichtete, in den 80er Jahren für einige Monate in Bonn gelebt zu haben). Entschlossen die Gunst der Stunde nutzend bietet man der britischen Band einen Proberaum als zeitweiligen Ausgangspunkt für Live-Aktivitäten an und eines kommt zum anderen: So tritt Kowalewskis Band High 'n' Dry auch zweimal im Vorprogramm von Iron Maiden auf, womit sich für Kowalewski ein Traum erfüllt. Interessanter Fakt: Im "Empire" probten zeitweise auch Accept, als auch die Band von Howard Carpendale. Eine gegenseitige musikalischen Befruchtung dieser beiden Bands halte ich jedoch für eher unwahrscheinlich...
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Monday, July 6, 2026
Monday, April 10, 2023
INTERVIEW TANKARD
„Die kochen auch nur mit Wasser!“
Als gegen Ende März die Frankfurter Thrasher von Tankard bereits zum zweiten Mal die Groove Bar in Köln-Wahn beehrten, bot sich dies als gute Gelegenheit für ein Interview mit Frontmann Gerre an. Aufgrund einer nicht vorhergesehenen Verzögerung, und der Tatsache, dass sowohl Gerre als auch meine Wenigkeit keine Lust auf ein unter Zeitdruck geführtes Interview verspürten, entschlossen wir uns, das Ganze einige Tage später per Videoschaltung nachzuholen. Lest hier, was der sympathische Frontmann über die Texte des letzten Albums "Pavlov's Dawgs", die Corona-Pandemie, die soziale Kompetenzen von Metal-Fans und seine, auch nach all den Jahrzehnten ungebrochene Begeisterung für Metal und neue Alben, zu sagen hat.
Monday, October 8, 2018
INTERVIEW CHAPEL OF DISEASE
Hier nun noch ein altes Interview mit den Kölnern von Chapel of Disease, die demnächst ein vielversprechendes drittes Album über VAN-Records veröffentlichen werden. Das Interview wurde im Jahr 2012 nach der Veröffentlichung des Demo-Tapes, aber noch vor der Veröffentlichung des ersten Albums geführt. FDA Records hiessen damals noch FDA Rekotz, und die leider vor kurzem eingestellte Kölner "Rhein in Blood"-Konzertreihe war damals noch frisch am Start. Das Interview führte ich damals mit Laurent (Gitarre und Vocals).
Hi Laurent, stell doch mal die Band vor. Seit wann gibt es Euch, wer macht was ? Einer von Euch spielt doch auch bei Infernäl Death, oder ?
Hey Gerald! CHAPEL OF DISEASE gibt es nun bereits seit 2008. Ich kam damals im Februar nach Köln, während mein Bruder Cedric, unser Gitarrist, schon einige Jahre zuvor hierhin gezogen ist und bereits zusammen mit David, unseren Drummer, Musik mit Infernäl Death machte. Relativ schnell kam ich auf die Idee meinen Bruder zu fragen, ob er nicht Lust auf eine Old School- Death Metal Band hätte. Nachdem er sofort dabei war haben wir David auch an Land gezogen. Die Bandkonstellation war also zunächst: Ich an der Gitarre und den Vocals, Ced damals am Bass und David an den Drums. Ein paar Monate später haben wir jedoch eingesehen dass für das, was wir im Kopf hatten, zwei Gitarren angebracht wären und haben somit Christian als perfekten Basser für uns gefunden. Wenn man sich fragt wieso wir tatsächlich vier Jahre gebraucht haben um eine Demo aufzunehmen, hat dies zum einen damit zu tun, dass drei von uns- Ced, David und später auch Ich- in Infernäl Death tätig sind. Zum anderen müssen wir jedoch auch einfach zugeben, dass wir eine ziemlich lange Zeit unsere Ärsche nicht aufgerafft bekommen haben um uns wirklich mal intensiver mit der Band zu beschäftigen. Eigentlich wurde die Band wieder erst zu einer kontinuierlichen Sache im letzten Jahr. Aber besser spät als nie, oder ?
Die Aufgaben in der Band sind eigentlich ganz gut aufgeteilt, wir tragen alle irgendwie zu dem ganzen bei, einen Art „Leader“ haben wir eigentlich nicht. Das Songwriting teilen mein Bruder und ich uns, wobei ich dafür ein wenig mehr die Musik schreibe, dafür jedoch Ced die Texte im Griff hat. David kümmert sich zum einen um das ganze Organisatorische, was mehr als gut ist, denn da ist der Rest von uns zu vergesslich für. Zum anderen würde sich unsere Musik ohne ihn jedoch nicht halb so gut anhören, da die Chemie mit ihm als Drummer einfach perfekt ist. Hat einer von uns einen Riff, dauert es nicht länger als 3, 4 Takes bis David darauf den perfekten Beat findet. Christian kümmert sich viel um unsere Werbung, leitet unsere Webseiten und ist viel in Foren vertreten. Viel cooler an ihm ist jedoch, dass wir ihn nie irgendein Riff zeigen müssen. Meistens tauschen Ced und ich uns aus, Chris steht daneben und findet schon selbst die Noten raus. Das erleichtert natürlich den Songwritingprozess um einiges. Bis jetzt kann ich wirklich nur sagen, dass bei uns auch zwischenmenschlich wirklich alles ziemlich flüssig läuft.
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