Über dieses Buch bin ich mehr oder weniger zufällig gestolpert, irgendwo im Netz wurde der Autor Detlef Kowalewski erwähnt, der in "Zur Hölle" einen Teil seines abenteuerlichen Lebensweges beschreibt. Also besorgte ich mir das Buch, welches auf knapp 200 Seiten spannend und in einem angenehmen Schreibstil die Geschichte von Detlef Kowalewski erzählt, der, geboren in Mettmann, nach einer Ausbildung zum Chemikanten bei Bayer in Dormagen im Köln der 80er Jahre mit u.a. der Vermietung von Proberäumen viel Geld macht und auch mit seiner Heavy Metal Band High 'n' Dry für den ein oder anderen Erfolg sorgt. In Kowalewskis "Empire", seinem Gebäudekomplex bestehend aus Live-Venue, Fitness-Studio und Proberäumen, taucht eines Tages eine gewisser Bruce Dickinson auf, um sich eine Bonner Band anzusehen (tatsächlich erinnerte ich mich an dieser Stelle daran, dass Dickinson in seiner Autobiographie "What does this button do?" davon berichtete, in den 80er Jahren für einige Monate in Bonn gelebt zu haben). Entschlossen die Gunst der Stunde nutzend bietet man der britischen Band einen Proberaum als zeitweiligen Ausgangspunkt für Live-Aktivitäten an und eines kommt zum anderen: So tritt Kowalewskis Band High 'n' Dry auch zweimal im Vorprogramm von Iron Maiden auf, womit sich für Kowalewski ein Traum erfüllt. Interessanter Fakt: Im "Empire" probten zeitweise auch Accept, als auch die Band von Howard Carpendale. Eine gegenseitige musikalischen Befruchtung dieser beiden Bands halte ich jedoch für eher unwahrscheinlich...
