Wednesday, December 10, 2025

Interview Triste Tage (English version)

There won't be a Triste Tage album that follows the same path as its predecessor.”

Having already taken note of Triste Tage (Sad days) from the far north of Germany, or more precisely East Frisia, at the time of the release of their debut album, the release of their powerful follow-up “Auf ferner Höhe steht er kahl...” ("It stands bare on distant heights..." (review here) provided a welcome opportunity to ask solo artist Draugr about his artistic vision regarding black metal and related genres. The result was an interesting and detailed conversation, as Draugr has a lot to say beyond the usual clichés. But read for yourself...

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Hello from the Rhineland to East Frisia! Tell us a little about how Triste Tage was formed. How long has the project been going, and what were the main reasons behind it? Were there any particular bands that influenced you?

Hi Gerald, thank you very much for the opportunity to do this interview!

Triste Tage basically rose from the ashes of my previous project, Storm Kvlt. Although “from the ashes” is wrong, because the project isn't dead in that sense. It's more like it's on hiatus until the muse kisses me again at some point.

Interview Triste Tage

"Von Triste Tage wird es kein Album geben, welches den selben Pfad wie der Vorgänger beschreitet."

Nachdem ich von Triste Tage aus dem hohen Norden, genauer gesagt Ostfriesland, bereits zu Zeiten der Veröffentlichung des Debütalbums Notiz genommen hatte, bot die Veröffentlichung des starken Nachfolgewerks „Auf ferner Höhe steht er kahl...“ (Review hier), eine willkommene Gelegenheit, Einzelkämpfer Draugr zu seiner künstlerischen Vision hinsichtlich Black Metal und Artverwandtem zu befragen. Ein interessantes und ausführliches Gespräch ist dabei herausgekommen, da Draugr doch einiges fernab der üblichen Phrasen zu sagen hat. Doch lest selbst...

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Hallo aus dem  Rheinland nach Ostfriesland! Erzähl doch mal was zur Bandgründung von Triste Tage. Seit wann gibt es das Projekt, was waren die ausschlaggebenden Gründe? Gab es bestimmte Bands, die Dich beeinflusst haben?

Moin Gerald, vielen Dank für die Möglichkeit dieses Interviews!

Triste Tage ist im Prinzip aus der Asche meines vorherigen Projekts Storm Kvlt hervorgegangen. Wobei aus der Asche falsch ist, denn das Projekt ist so gesehen nicht tot. Es ruht aktuell vielmehr, bis mich irgendwann die Muse dafür wieder küsst. 

Monday, December 1, 2025

Besprechung -Mørkeskye-Fanzine / Ausgabe 21

Nun also zur Nummer 21 des Mørkeskye, auf dessen Frontcover Abigor vor einem Wasserfall posieren. Nach einem ausführlichem Vorwort unter dem Aspekt von (möglichen) Diskursverschiebungen, geht es schon los mit Broken Pillars aus dem Iran, genauer gesagt aus der Hauptstadt Teheran. Hier besteht die Gefahr für Metal-Musiker, allein durch das Spielen der Musik und Szenezugehörigkeit staatlichen Schikanen und erheblichen Strafen ausgesetzt zu sein.  Eine Situation, die für in westlichen Demokratien aufgewachsene Menschen gleichsam undenkbar und unwirklich erscheint. Ich erinnere mich noch an ein Interview, das ich mit Creative Waste aus Saudi Arabien führte, bei dem ich mir auch nicht ganz sicher war, was und wie detailliert die Musiker antworten können unter dem Aspekt der eigenen Sicherheit bzw. Überwachung. Wie dem nun sei, den Namen Broken Pilllars hatte ich vorher noch nie vernommen; ein interessantes Interview, in dem eben diese staatliche Kontrolle und Bevormundung thematisiert wird, aber auch über das antike Vermächtnis des Irans gesprochen wird, konkret am Beispiel der Ruinen von Persepolis. Mittlerweile haben die beiden Musiker nicht nur die hier als Ausgangspunkt dienende 2-Track EP "Od Pillars & Primordial Myth" veröffentlicht, sondern ein im vergangenen August veröffentlichtes Album namens "Ghosts of the Persian Gulf", welches wie im Interview angekündigt, eher traditionelleren Black Metal-Klängen ähneln wird und folglich geschwindigkeitsmäßig eine ganze Schippe zugelegt hat im Gegensatz zur teils doomigen Debüt-EP, was der Band aber sehr gut zu Gesicht steht. Toller Beginn des Heftes mit einem interessanten Newcomer!

Sunday, November 30, 2025

Besprechung -Mørkeskye-Fanzine / Ausgabe 20

Wo fange ich nun am besten an bei meiner ersten Rezension dieses Print-Zines? Namentlich war mir das Mørkeskye schon seit einer gefühlten Ewigkeit, bestimmt aber seit mindestens 20 Jahren ein Begriff, in der Hand hatte ich tatsächlich noch nie ein Exemplar, aus welchen Gründen auch immer, sollte es eben 30 Jahre dauern.

Denn tatsächlich gibt es das Zine seit dem fernen Jahr 1995, Herausgeber Thor Wanzek, teils auch unter der halb-pseudonymsierten Abwandlung seines Namens als Thor Joakimsson bekannt, hat u. a. auch für das Orkus, das Deftone bzw. Legacy (für das ich auch mal sechs Jahre schrieb), das  Hammerheart Fanzine und Avantgarde-Metal.com geschrieben. Zudem veröffentlichte er unter dem Labelnamen Trollmusic einige Werke von Bands wie Gràb, Bald Anders (mit ex-Lunar Aurora-Leuten) und De Arma (mit Andreas Petterson von Armagedda) und weist wohl eine Verbundenheit zu Prophecy Productions auf, was sich auch im so manchem Signing einer Band auf diesem Label nach einer dementsprechenden Empfehlung seitens Thor niederschlug.

Meine Berührungen mit Printzines waren in jüngerer Vergangenheit das Krachmanifest-Zine, ebenfalls mochte ich dessen Quasi-Vorgänger Campaign for Musical Destruction - Zine doch sehr, ansonsten würde ich glatt lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich regelmäßiger Leser von Printzines sei, auch wenn man im heutigen Zeitalter die Macher und Macherinnen solcher Publikationen natürlich umso mehr für Ihren Idealismus unterstützen sollte.

Thor, ursprünglich aus dem Sauerland stammend, verschlug es nach Köln und im Kontakt per Messenger stellte sich zu meinem Erstaunen heraus, dass er nun in Brühl, meiner früheren Heimatstadt im Rhein-Erft-Kreis, gelegen vor den Toren Kölns, wohnt. So klein ist also die Welt! Ich kam nun also zu den letzten beiden Ausgaben 20 und 21, wobei hier nun chronologisch zu erst die Nr. 20 besprochen wird, Nr. 22 wird übrigens in wenigen Tagen veröffentlicht und natürlich auch unter die Lupe genommen.

Saturday, November 29, 2025

Review Triste Tage "Auf ferner Höhe steht er kahl..."

This time, I'm introducing a band that I stumbled across quite some time ago, but I only just got around to listening to their second album “Auf ferner Höhe steht er kahl...” ("It stands bare on distant heights..."). I'm talking about Triste Tage (Sad or dreary days) from East Frisia, a solo project by Draugr that has been around since 2022, through which he realizes his artistic ambitions. After a first sign of life in the form of an EP in 2022 (the two songs included there were also used on the debut album), the first full-length album “Und die Hörner des Sommers verstummten” ("And the horns of summer fell silent") was released the following year, before its successor recently saw the light of day. So you see that the factotum Draugr, who relied on the support of guest musicians from Convictive, Asarhaddon, and ex-Eïs for vocals and drums on this work, seems to be a busy spirit. 

Monday, November 17, 2025

Review Eternal Darkness "Eternal Darkness"

At this point, I would like to present one of the absolute highlights of the year, even though its release was several months ago. We are talking about the debut album by the doom death metal band Eternal Darkness from Eskilstuna, Sweden, which was released last July on the tasteful Singaporean label Pulverised Records. The band, whose ranks include former members of such illustrious bands as Svartsyn, Unpure, and The Black—or rather, used to include, as I'll explain in a moment—was founded way back in 1990, released several demos, and finally, in 1992, a 7“ single with two tracks, whose cover, incidentally, also decorates Dimmu Borgir's debut album "For All Tid", published three years later. In August 1992, the band recorded an album entitled "Twilight in the Wilderness", which was supposed to be released by Necropolis Records but never saw the light of day.

Sunday, November 16, 2025

Review Eldfödd "Risen from the Flames"

Eldfödd, which means “fireborn” in Swedish, is a new band formed in 2025 by Sebastian Ramstedt, best known as the guitarist for Necrophobic, but also for his other great band called In Aphelion. He has gathered other deserved veterans of the Swedish scene around him, who have played or helped out in such illustrious bands as Firespawn, Witchery, Under the Church, General Surgery, Interment, In Aeternum, and countless others—a lot comes together in such a musical life. This first official sign of life from Eldfödd was released by the Norwegian label Edged Circle Productions, which also released In Aphelion's first EP. The four tracks, which clock in at just under 20 minutes and also include the two tracks from the “Beyond the Fire” demo released digitally in early March 2025, are available on CD, limited edition colored vinyl, and as a very limited edition box set (only 30 copies) with vinyl, tape, shirt, and other items. The latter of which is already sold out and is sure to be a much -in-demand collector's item.